Parasiten im Tier (Endoparasiten)

Wurmbefall bei Hund und Katze

Die regelmäßige Entwurmung dient sowohl dem Schutz Ihres Haustiers als auch Ihrem eigenen Schutz – denn Würmer können auch auf den Menschen übertragen werden. Besonders Kinder sind sehr empfänglich!

Die erwachsenen Würmer parasitieren im Darm des Hundes oder der Katze und bilden Millionen von mikroskopisch kleinen Eiern, die mit dem Kot ausgeschieden werden und sich dann auch im Fell Ihres Vierbeiners verteilen. Diese Eier sind nicht sichtbar und stellen eine Infektionsquelle für Sie als Tierhalter dar!

Mein Tier hat doch keine Würmer…ich habe nie welche gesehen!“

Wurmbefall ist in der Regel nicht sichtbar. Die Würmer leben und sterben im Darm und werden, wenn sie absterben, einfach mitverdaut. Sie werden also niemals einen Wurmbefall sehen können – es sei denn, er ist so massiv, dass der eine oder andere Wurm auch mit dem Kot oder im Erbrochenen nach draußen gelangt.

Entwurmung bei Welpen

Da sich Welpen über die Muttermilch immer wieder aufs Neue mit Spulwurmlarven infizieren, werden Hundewelpen ab der 2. Lebenswoche alle 14 Tage entwurmt bis 14 Tage nach dem Absetzen. Katzenwelpen werden ab der 3. Lebenswoche alle 21 Tage entwurmt bis 21 Tage nach dem Absetzen.

Entwurmung bei erwachsenen Tieren

Hier ist wichtig zu beachten, dass es zwei Gruppen von Würmern gibt – Spulwürmer und Bandwürmer.

Mit Spulwürmern infizieren sich Hunde und Katzen beim Kontakt mit Artgenossen oder an Stellen, an denen andere Tiere ihr Geschäft verrichtet haben. Es dauert bis zu 3 Monaten, bis aus den aufgenommenen Wurmeiern ein erwachsener Spulwurm heranwächst, der wiederum Eier produziert.

Daher muss, um diesen Kreislauf zu unterbrechen, die Entwurmung alle 3 Monate erfolgen.

Nimmt man als Mensch diese Eier auf, die von Hunden oder Katzen ausgeschieden werden und die im Fell des Tieres und in der Umgebung (Wohnung) sehr lange infektiös bleiben, schlüpfen im Darm Wanderlarven, die im menschlichen Körper wie „verirrt“ herumwandern und dabei Leber, Lunge, Netzhaut und Gehirn schädigen – insbesondere Kinder können schwere Behinderungen durch wandernde Spulwurmlarven davontragen.

Bandwürmer hingegen benötigen Zwischenwirte – Hunde und Katzen infizieren sich durch Aufnahme von Nagern oder deren Kadavern oder aber durch rohes Fleisch. Der Bandwurm bildet in den Zwischenwirten ein Vorstadium, die sogenannte Finne, die im Darm des Endwirtes zum erwachsenen Bandwurm auswächst und Eier bildet, die wiederum von den Zwischenwirten aufgenommen werden. Dieser Zyklus dauert nur 4 Wochen – eine Entwurmung ist also bei Bandwürmern alle 4 Wochen erforderlich.

Hervorzuheben ist der Fuchsbandwurm: Seine Finne ist für den Menschen hochgefährlich. Sie wächst in den inneren Organen, vor allem in der Leber; mitunter wird auch das Gehirn befallen. Eine chirurgische oder medikamentelle Therapie ist kaum möglich. Die Erkrankung endet für den Menschen früher oder später tödlich – nehmen Sie daher die Wurmkur gegen Bandwürmer bei Ihrem Tier sehr ernst!

Gurkenkernbandwürmer sind die häufigsten Bandwürmer. Sie werden durch Flöhe auf Ihr Haustier übertragen und können auch im Darm des Menschen zu einer Länge von mehreren Metern heranwachsen. Gerade Kinder sind gefährdet, wenn sie mit einem infizierten Hund bzw. einer Katze spielen und schmusen.

Übrigens: Bandwurmbefall ist beim Endwirt (also Ihrem Haustier) meist symptomlos, so dass nur sehr selten Durchfall oder Abmagerung auftreten. Sie leben bei Hunden und Katzen als erwachsene Bandwürmer im Darm und „essen ein bisschen mit“. Erkennbar ist Wurmbefall äußerlich oft an struppigem und schuppigem Fell, bedingt durch einen Mangel an Vitaminen und essentiellen Fettsäuren, die von den Würmern verbraucht werden.

Ein infizierter Hund oder eine infizierte Katze stellt jedoch eine Infektionsquelle für den Menschen dar, der als Zwischenwirt schwer erkranken kann!

Zusammengefaßt ergibt sich aus den oben aufgeführten Überlegungen folgendes Schema:

HUND

Große“ Wurmkur: Alle 3 Monate gegen Spul- und Bandwürmer (für alle Hunde)

Kleine“ Wurmkur: In den beiden Monaten dazwischen nur gegen Bandwürmer (nur bei Hunden, die Nager(-kadaver) aufnehmen könnten)

KATZE

Große“ Wurmkur: Alle 3 Monate gegen Spul- und Bandwürmer (Freigänger)

Kleine“ Wurmkur: In den beiden Monaten dazwischen nur gegen Bandwürmer (Freigänger)

Wohnungskatzen sollten ebenfalls 1-2x im Jahr entwurmt werden.

Studien haben gezeigt, dass ca. 20% aller reinen Wohnungskatzen verwurmt sind!

Wir stellen gerne für Ihren Hund bzw. für Ihre Katze einen individuellen Entwurmungspass aus – dem Sie entnehmen können, wann welches Präparat angewendet werden sollte.

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