Parasiten auf dem Tier (Ektoparasiten)

Zecken und Flöhe

Zeckenprophylaxe

Zecken sind ab +8°C aktiv, d.h. etwa von Ende Februar bis Mitte November.

Sie sind nicht nur ekelhaft, sondern übertragen eine Reihe von Infektionskrankheiten, die sehr schwer und auch tödlich verlaufen können oder Folgeschäden nach sich ziehen – hier in Deutschland sind es Borreliose, Anaplasmose, Ehrlichiose, Babesiose und FSME.

Borreliose und FSME sind auch beim Menschen sehr ernst zu nehmende Erkrankungen. Sie sollten also unbedingt verhindern, dass Ihr Tier Zecken ins Haus schleppt – denn oftmals saugen diese sich nicht sofort fest, sondern fallen im Haus wieder ab und befallen dann die zweibeinigen Hausbewohner.

Dies zu verhindern ist sehr einfach – es gibt Spot-on-Präparate, d.h. Pipetten, die auf die Haut aufgetragen werden und verhindern, dass die Zecken Ihr Haustier überhaupt befallen. Diese von uns empfohlenen Präparate werden nicht ins Blut aufgenommen, sondern reichern sich nur in der Haut an und sind somit sehr gut verträglich. Sie sind sogar für Welpen zugelassen und werden alle 4 Wochen (bei der Katze alle 3 Wochen) aufgetragen.

Alternativ dazu gibt es auch Zeckenhalsbänder – diese beinhalten jedoch keinen Wirkstoff gegen Flöhe, der bei den Spot-on-Präparaten zusätzlich enthalten ist. Vorsicht – eine Katze, die Freigang hat, kann sich an einem Halsband erhängen. Wir empfehlen Halsbänder bei Katzen daher nicht.

Noch ein Hinweis zu den Zeckenpräparaten: Die von uns empfohlenen Präparate sind nur beim Tierarzt erhältlich. Sie erhalten sie also weder in der Apotheke noch im Zoohandel, wo Ihnen evtl. Teebaumölextrakte gegen Zecken angeboten werden. Diese helfen gegen Zecken genauso viel wie Knoblauch gegen Vampire ;)

Flohprophylaxe

Wie kommt Ihr Haustier an den Floh? Flöhe haben ganzjährig Saison. Sie sind Blutsauger, die mehrere Meter weit springen können und fast alle Tierarten befallen – auch Menschen! Egal, ob der Hund beim Spazierengehen mit anderen Hunden spielt, eine Auseinandersetzung mit der Nachbarkatze hat oder einen Igel beschnuppert – er kann sich dabei jederzeit einen Floh einfangen, aus dem binnen kurzer Zeit viele werden.

Katzen mit Freigang werden regelmäßig von Flöhen befallen. Diese stammen entweder von einer anderen Katze oder auch von anderen Wildtieren bzw. Beutetieren der Katze.

Das Unangenehme bei Flöhen ist: Man bemerkt den Befall oft erst, wenn er massiv ist und beispielsweise der Tierhalter selbst Flohstiche hat. Dann ist schon das ganze Haus voll mit Floheiern und Larven, die sich in der Matratze und in Sofaritzen zu erwachsenen Flöhen entwickeln. Dieser Plage Herr zu werden, ist dann oft schwierig, kostspielig und zwingt zum Einsatz von Insektiziden im Haus.

Viel besser ist daher die Prophylaxe!

Wie bei den Zecken bekommt Ihr Vierbeiner alle 4 Wochen eine Pipette mit einem gut verträglichen Präparat auf die Haut geträufelt. Dazu gibt es während der Zeckensaison Kombipräparate, die gegen Flöhe und Zecken wirken, und im Winter ein Monopräparat, welches nur gegen Flöhe wirkt. Alternativ dazu gibt es auch Tabletten bzw. eine Suspension zum Einnehmen.

Übrigens: Flöhe sind die Überträger des häufigsten Bandwurms bei Hund und Katze – dem Gurkenkernbandwurm. Ihr Haustier infiziert sich, indem es die Flöhe zerbeißt und abschluckt.

Gurkenkernbandwürmer können bei versehentlichem Verschlucken auch im Darm von Menschen zu einer Länge von mehreren Metern heranwachsen. Gerade Kinder sind gefährdet, wenn sie mit einem infizierten Hund spielen und schmusen.

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